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Nase

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Nasenpiercing stechen lassen - das sollten Sie wissen

Piercings und damit auch die Nasenpiercings, liegen immer noch schwer im Trend. Vor allem die Altersgruppe der unter 35-Jährigen hält die Welle am Laufen – weil es einfach IN ist, sich Bauch, Nase oder Ohren mit Metallen zu verschönern.

In diesem Artikel erfahren Sie, wann das Piercen eigentlich in Mode kam, wo der Trend herstammt, ob gesundheitliche Risiken damit verbunden sind und was es sonst noch Interessantes zum Thema Piercing – insbesondere dem Nasenpiercing – zu wissen gibt.

Der mit Abstand beliebteste Ort für ein Piercing ist nach wie vor die Nase. Möglicherweise, weil sich die Nase mitten im Gesicht befindet und ein Piercing an dieser Stelle jedermann sofort auffällt.

Dabei gibt es unterschiedliche Nasenpiercing Arten, wie die folgende Aufzählung erläutert. Da wäre zum Beispiel:

  • Das Nostril-Piercing: Diese Art des Nasenpiercings dürfte man am häufigsten antreffen. Durchstochen wird hierbei einer der beiden Nasenflügel.
  • Das Septum-Piercing, für das zumeist ein Nasenring gewählt wird, ist wahrscheinlich die älteste Form des Nasenpiercings. Unterhalb der Nasenscheidewand wird das Piercing durch das Bindegewebe hindurch eingeführt. Eine Unterart des Septum-Piercings sind die hufeisenförmigen Circular Barbells. Diese sind wiederum besonders geeignet, wenn man auf Arbeit eigentlich keine Piercings tragen darf, die man sehen kann. Denn ein Handgriff genügt und schon ist das Piercing für Außenstehende unsichtbar.
  • Der Nasallang: Bei dieser Unterart wird das Piercing waagerecht durch beide Nasenflügel und die Nasenscheidewand gestochen.
  • Der Austin Bar ist eine eher seltene Form des Nasenpiercings. Das Piercing selbst wird durch die Nasenspitze gestochen, Nasenflügel und Nasenscheidewand bleiben dagegen unangetastet.
  • Das Bridge-Piercing: Bei dieser Form wird der Schmuck am Nasenansatz angebracht, also direkt horizontal zwischen den Augen.

Was gesundheitliche Gefahren bei den verschiedenen Nasenpiercing Arten angeht, so ist insbesondere beim Bridge-Piercing Vorsicht angebracht, da am oberen Ende des Nasenrückens wichtige Gesichtsnerven verlaufen, deren Schädigung unangenehme Konsequenzen mit sich bringen könnte.

Bevor Sie ein Nasenpiercing stechen lassen

Nachdem nun geklärt ist, welche verschiedenen Nasenpiercing Arten überhaupt existieren, stellt sich die Frage, wie ein solches Piercing nun konkret vonstattengeht.

Nun, zunächst einmal sollte man etwas Zeit in die Wahl des Piercers investieren. Schließlich handelt es sich bei einer solchen Körperverschönerung um eine sensible Angelegenheit. Er oder sie sollte über ausreichend Erfahrung verfügen und wenn der Piercer auf seiner Homepage bereits einige wohlwollende Kritiken einheimsen konnte, spricht das sicherlich für ihn/sie.

Von dem Gedanken, eventuell eine Ohrlochpistole zu verwenden, sollte man sich bereits im Vorfeld verabschieden. Denn solche Ohrlochpistolen können nicht steril gereinigt werden, weshalb hier Infektionsgefahr besteht. So warnt der Verband Professioneller Piercer sogar explizit davor, Ohrlochpistolen zu verwenden. Denn wenn man mit einer solchen Pistole in die Nase hineinschießt, würde nach dessen Einschätzung das Gewebe regelrecht zerfetzt und dadurch das Abheilen der Wunde unnötig verlängert werden.

Der Ablauf beim Nasenpiercing Stechen

Zunächst muss natürlich die betroffene Stelle an der Nase desinfiziert werden. Anschließend wird der Einstichpunkt markiert. Wird ein Nostril-Piercing gewünscht, benutzt der Piercer eine Einmalnadel. Diese ist mit Plastik oder Teflon überzogen und damit sticht er nun durch die Wand des Nasenflügels. Häufig wird zum Schutz der Nasenscheidewand zuvor eine sogenannte Schutzröhre in die Nase eingebracht. Das Plastik bzw. das Teflon verbleiben anschließend in der Nase, denn durch diese Kanüle wird nun der Schmuck eingeführt. Zu guter Letzt wird das Piercing für die Nase mit einem kleinen Kügelchen verschlossen.

Dies war noch die einfachste Variante. Bei anderen Nasenpiercings ist die Sache schon etwas komplizierter. Beim Nasallang-Piercing zum Beispiel müssen etwa die Nasenscheidewand und beim Bridge-Piercing sogar die Nasenwurzel durchstochen werden.

Die Materialien beim Nasenpiercing

Was die verfügbaren Materialien angeht, so werden Gelb- oder Weißgold, aber auch medizinischer Edelstahl oder Titan am häufigsten gewählt. Nickel oder nickelhaltige Stoffe sind dagegen laut einer EU-Richtlinie verboten, da sie eine Freisetzung von 0,2 Milligramm pro Kubikzentimeter pro Woche überschreiten und somit allergische Reaktionen auslösen können.

Tut es weh ein Nasenpiercing stechen zu lassen?

Die meisten kennen den alten Spruch: „Wer schön sein will, muss leiden.“ In gewisser Weise trifft er auch auf ein Piercing für die Nase zu. Denn das Knorpelgewebe, das beim Nostril-Piercing durchstochen wird, gilt als besonders schmerzempfindlich, da es von zahlreichen feinen Nerven durchzogen ist.

Platz Eins auf der Schmerzliste belegt allerdings das Nasallang-Piercing, da hier drei Stichkanäle angelegt werden müssen (an beiden Nasenflügeln und an der Nasenscheidewand).

Wie schlimm bzw. wie schmerzhaft der Vorgang allerdings wirklich ist, hängt vom individuellen Schmerzempfinden ab. Wer besonders empfindlich ist, kann sich theoretisch lokal betäuben lassen, wobei davon allerding selten Gebrauch gemacht wird. Denkbar sind auch Salben oder Cremes, die allerdings mindestens eine Stunde vor dem Eingriff aufgetragen werden müssen. Zu beachten ist auch, dass mittels der Cremes lediglich die Oberfläche und nicht die darunterliegenden Gewebeschichten betäubt werden, die beim Piercing aber ebenfalls geschädigt werden.

Was sie nach dem Piercing beachten sollten

Nach dem das Nasenpiercing gestochen wurde, müssen die betreffenden Hautstellen erst einmal abheilen. Rötungen oder Schwellungen sind gängige Reaktionen auf den Eingriff. Auch leichte Blutungen können gelegentlich auftreten. Das Wichtigste ist zunächst, das sich das Nasenpiercing nicht entzündet, weshalb eine gute Pflege von entscheidender Bedeutung ist. In den ersten vier bis fünf Wochen sollte man deshalb die Haut um die Entzündungsstelle herum zweimal täglich desinfizieren und mit einer Wundsalbe eincremen. Eine Kochsalzlösung kann verwendet werden, um verbliebene Rückstände oder Verkrustungen vorsichtig erst zu lösen und anschließend zu entfernen. Allgemein sollte man im Hinterkopf behalten, dass bei den Nasenflügeln der Heilungsprozess etwa zwei bis vier Monate dauern kann und bei der Nasenscheidewand sogar sechs bis acht Monate. Für den Nasenrücken sollte man acht bis zehn Wochen einplanen.

Während dieser Zeit sollte man einige Tipps beherzigen, die im Folgenden kurz dargestellt werden:

  • Saunabesuche oder Badevergnügen sind in der Zeit des Heilungsprozesses passé
  • Das Piercing darf nicht angefasst werden, es sein denn, mit desinfizierten Händen
  • Keinesfalls darf das Nasenpiercing mit Schmutz in Berührung kommen, weshalb man anfangs gern ein Pflaster über das Piercing kleben darf. Das empfiehlt sich insbesondere nachts, zum Schutz vor Flusen oder Fusseln
  • Bei Mädels: Vorsicht beim Schminken, Make-up oder Puder dürfen während des Abheilens ebenfalls nicht in die Wunde geraten
  • Keinesfalls darf das Nasenpiercing entfernt werden, denn das Einstichloch könnte schnell wieder zuwachsen
  • Fragen Sie nach dem Eingriff Ihren Piercer oder einen Apotheker nach einem geeigneten Pflegemittel und verwenden Sie dieses regelmäßig so wie beschrieben

Falls sich aus irgendwelchen Gründen die Wunde doch einmal entzündet, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dieser wird Ihnen dann eine entzündungshemmende Salbe verschreiben und die Sache ist schnell wieder erledigt.

Gibt es Risiken beim Nasenpiercing stechen

Wenn Sie sich ein Nasenpiercing stechen lassen sind Komplikationen praktisch ausgeschlossen, es sei denn, der Piercer hat den Eingriff nicht fachgerecht durchgeführt.

Wurde das Nostril-Piercing beispielsweise zu weit oben gestochen, kann dies im Falle einer Entzündung zu einer Schädigung des knorpeligen Nasenskeletts führen. Beim Bridge-Piercing könnte der Trigeminusnerv getroffen werden. Dieser Nerv verzweigt sich feingliedrig in unserem Gesicht – und zwar in drei Ästen: dem Stirnast, dem Oberkieferast und dem Unterkieferast. Der Trigeminusnerv versorgt nun diese Gesichtsabschnitte mit wichtigen Informationen, wie zum Beispiel über die Spannung einzelner Muskeln oder die Dehnung von Bändern. Mit anderen Worten: Wird dieser Trigeminusnerv getroffen, kann dies eine Teillähmung der Gesichtsmuskulatur zur Folge haben.

Weitere mögliche Risiken

Zu den eben genannten Folgen können sich noch diverse Nasenbeschwerden gesellen. Etwa kann die Nasenatmung vorübergehend behindert sein oder man gibt ungewollte Atemgeräusche von sich.

Über mögliche allergische Reaktionen bei bestimmten Materialien wurde bereits gesprochen. Zusätzlich sollte man wissen, dass solche Reaktionen auch solche Materialien hervorrufen können, die von der EU-Richtlinie eigentlich nicht betroffen und deshalb erlaubt sind. Vorsicht bei ungewöhnlichen Materialwünschen ist also in jedem Fall geboten!

Zu guter Letzt kann es unter Umständen zu lokalen Erfrierungen kommen, denn der Metallschmuck nimmt in aller Regel die Temperatur der äußeren Umgebung an. Obacht ist also geboten, wenn draußen Minusgrade vorherrschen.

Zur Kultur und Geschichte des Piercings

Schaut man sich die Geschichte des Piercings einmal genauer an, fällt auf, dass das Durchbohren bzw. Durchstechen von Haut- oder Körperstellen wahrlich keine Erfindung des 21.Jahrhunderts ist. Bei vielen Völkern Asiens, Afrikas oder Lateinamerikas wird dem Körper schon seit Jahrtausenden, meist aus rituellen Gründen, Schmuck hinzugefügt. Dies kann zum Beispiel erfolgen, um den Übergang vom Kindes- zum Erwachsenenalter feierlich zu dokumentieren.

In Europa war es lange Zeit den Seefahrern und Piraten vorbehalten, mit Tattoos oder Piercings die eigene Erscheinung zu veredeln. Entsprechend lange hatte das Piercen bzw. Tätowieren des eigenen Körpers einen gewissen Beigeschmack und war, sagen wir, eher zwielichtigen Gestalten vorbehalten.

Aber dann kamen die 1960er Jahre und mit ihnen die Hippies, die von ihren Reisen aus Fernost das Piercen mit nach Europa und Amerika brachten. Fortan galt es als chic, gepierct oder tätowiert zu sein und besonders die Punks der 1970er Jahre machten reichlich davon Gebrauch. Man erinnere sich nur an die diversen Sicherheitsnadeln und sonstigen Stecker, die in den Nasen und Wangen von Johnny Rotten und Sid Vicious steckten.

Der letzte Rest von zweifelhaftem Image verflog dann schließlich, als das neue Jahrtausend anbrach und das Piercing, insbesondere in der Nase, eigentlich zu einer ganz normalen Sache wurde. Seitdem gehört in manchen Kreisen das Piercing für die Nase irgendwie dazu und die Tattoo- und Piercing-Shops in den einschlägigen Szenevierteln der Großstädte können sich über eine mangelnde Nachfrage nicht beklagen.